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Studie „Demokratie ohne Langzeitarbeitslose“

Langzeitarbeitslose forschen selbst

„Demokratie ohne Langzeitarbeitslose“ lautet der Titel einer explorativen qualitativen Studie, die die Denkfabrik momentan erstellt. Dabei befragen langzeitarbeitslose Menschen langzeitarbeitslose Nichtwähler und werden so selbst zu Forschern. Dieses Gespräch „auf Augenhöhe“ und mit dem gleichen Erfahrungshintergrund unterscheidet die Studie von anderen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Prof. Franz Schultheis, Soziologe an der Universität St. Gallen, begleitet die Studie wissenschaftlich. Partner sind der EFAS (Evangelischer Fachverband für Arbeit und soziale Integration) und die Initiative Pro Arbeit.

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Hintergrund ist, dass sich immer weniger langzeitarbeitslose Menschen an Wahlen beteiligen. Dies ist bereits durch zahlreiche quantitative Untersuchungen belegt. Weniger erforscht sind dagegen die Gründe. Hier bietet die Studie eine Chance, Einblicke zu gewinnen.

Mittlerweile sind über 50 Interviews in ganz Deutschland geführt worden. Nach ersten Auswertungen lässt sich sagen, dass die Befragten in der Regel durchaus politisch interessiert sind und das ganze politische Spektrum repräsentieren. Fast alles Befragten kritisieren die mangelnde Unterstützung für Langzeitarbeitslose und den fehlenden Respekt. Vor der Bundestagswahl wird eine repräsentative Auswahl der Interviews veröffentlicht und Politiker/-innen werden dazu befragt. Die Initiatoren erhoffen sich, dass die Politiker dem Thema Langzeitarbeitslosigkeit wieder mehr Aufmerksamkeit widmen. So könnten langzeitarbeitslosen Menschen wieder mehr in die gesellschaftliche und demokratische Teilhabe eingebunden werden.

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In Juli 2016 trafen sich Menschen aus ganz Deutschland, um die Studie „Demokratie ohne Langzeitarbeitslose“ vorzubereiten