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Was würde Jesus tun?

Gottesdienstbesucher denken über Hilfen für langzeitarbeitslose Menschen in Ihrer Gemeinde nach.


„Was würde Jesus tun? – Zum Umgang Jesu mit Ausgegrenzten“. Dieses Thema stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes in der Pauluskirche, der von der Kirchengemeinde Zuffenhausen und dem Sozialunternehmen Neue Arbeit gestaltet wurde. Hintergrund ist, dass die Gemeinden den Kontakt zu langzeitarbeitslosen und ausgegrenzten Menschen immer mehr verlieren. Grund dafür ist vor allem, dass die diakonischen Dienste in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr ausgelagert wurden - aus den Gemeinden in professionelle Institutionen. So kümmern sich Sozialunternehmen wie die Neue Arbeit speziell um die langzeitarbeitslosen Menschen. „Selbst wenn ich einen Arbeitslosen kennen würde, wüsste ich nicht, wie ich ihm helfen soll“, brachte es ein Besucher auf den Punkt. Die Gemeindemitglieder fanden auf die Frage: „Was kann ich für langzeitarbeitslose Menschen tun?“ dennoch viele Ideen, wie man diese unterstützen könnte. Man sollte die Menschen in bereits bestehende Gemeindeaktivitäten einbinden. Man müsse sich bei den politisch Verantwortlichen für mehr Förderung einsetzen. Vor allem dürften die betroffenen Menschen nicht dauernd auf ihre Arbeitslosigkeit reduziert werden. „Was machen Sie beruflich?“ sei meistens die erste Frage im Gespräch. „Wir sollten mit der Frage vorsichtiger umgehen. Man kann auch über andere Dinge reden“, so eine Besucherin.

In seiner Predigt stellte Dekan Klaus Käpplinger die Geschichte des Zachäus in den Mittelpunkt. „Ob Zachäus selbst Schuld an seiner Ausgrenzung ist, diese Frage stellt Jesus nicht.“ Auch langzeitarbeitslose Menschen hätten mit Vorurteilen zu kämpfen. „Ausgegrenzte sind die, über die wir mehr reden als mit ihnen.“ Jesus überrasche mit seinem Verhalten: „Er ist nicht nur für die Armen und Kranken da, sondern für alle Menschen. Jesus überwindet Grenzen. Grenzen im Kopf und im Herzen.“

Knapp 100 Besucher kamen zum Gottesdienst, der musikalische durch den Neuen Chor unterstützt wurde. Im Anschluss kamen die Besucherinnen und Besucher bei Maultaschen und Kartoffelsalat noch miteinander ins Gespräch.